Solarstatistik Österreich
- 3. März 2014
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Im Jahr 1997 betrug der Exportanteil, der in Österreich gefertigten Flachkollektoren 14,8 % (28.746 m2) und bei Schwimmbadabsorbern immerhin schon 36,4 % (16.640 m2) .
Demgegenüber steht ein Importanteil von 5,9 % (10.410 m2) bei Flachkollektoren.
Neue Anwendungsbereiche
Ausgelöst und unterstützt wurde die Erschließung neuer Anwendungsbereiche für thermische Solaranlagen auch durch Forschungs- und Förderprogramme von Bund und Ländern. Vor allem die Entwicklung von Systemen zur solaren Raumheizung lösten auf Grund der größeren erforderlichen Kollektorflächen und neuen Anforderungen an die Speicher zahlreiche Innovationen aus. Der Marktanteil dieser Kombianlagen (Warmwasser und Raumheizung) an der installierten Kollektorfläche betrug 1997 bereits 50 %.
Ausblick
Aufgrund der derzeitigen Hersteller-, Anbieter- und Vertriebsstruktur in Österreich ist in den kommenden Jahren eine Marktbereinigung zu erwarten. D.h. die Anzahl der Hersteller von Kollektoren - 1998 waren dies 35 - wird sich wesentlich reduzieren, zugunsten einiger Systemanbieter, die im gesamten Bundesgebiet tätig sind. Notwendig ist vor allem eine technologische Weiterentwicklung der Systeme und Komponenten, da in diesem Bereich, verglichen mit Anbietern aus dem deutschsprachigen Ausland, zweifelsohne noch Defizite bestehen. Nur wenn es gelingt, Kompaktsysteme, die technologisch und ökonomisch optimiert sind auf den Markt zu bringen und neue Bereiche für thermische Solaranlagen zu öffnen, wird es gelingen, das hohe Niveau an jährlich installierter Kollektorfläche noch weiter auszubauen.
Staatliche Förderung und Finanzierung
Finanzierung
Zur Finanzierung einer Solaranlage kann z.B. ein bestehender Bausparvertrag eingesetzt werden.
Beschaffung einer Solaranlage
Empfehlenswert ist auf jeden Fall der Abschluss eines Bausparvertrages. Man erwirbt damit nicht nur Anspruch auf ein zinsenfestes und zinsengünstiges Darlehen, Bausparen wird zudem vom Staat gefördert. Auch die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers können auf einem Bausparvertrag - staatlich gefördert - gelegt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich damit ein Bausparvertrag zur gezielten Vorsorge - aber auch dann, wenn Sie derzeit noch keine konkreten Vorhaben geplant sind.
Staatliche Förderung
Investitionen in die Solartechnik werden mit verschiedenen Förderprogrammen von Bund, Ländern und Kommunen gefördert.
Die Förderrichtlinien bei Bund und Ländern sind aufgrund der politischen Situation und der knappen Haushaltsmittel einem steten Wandel ausgesetzt. Der aktuelle Stand der Förderung kann am besten bei den zuständigen Förderleitstellen erfragt werden. Außerdem empfiehlt sich die Nachfrage bei der Kommunal-Verwaltung sowie beim örtlichen Energie-Versorger.
Unabhängig, sauber und wirtschaftlich - Stromversorgung durch die Sonne
Überall dort, wo die Netzversorgung unzuverlässig oder zu weit entfernt ist, stellen Photovoltaikanlagen zur netzunabhängigen Stromversorgung nicht nur die sauberste, sondern oft auch die wirtschaftlichste Alternative dar.
Direkte Stromversorgung vom Modul zum Verbraucher
Die direkte Kopplung von Solarmodul und Verbraucher eignet sich besonders, wenn Stromverbrauch und Stromerzeugung zeitgleich stattfinden können.
Unabhängige Stromversorgung durch den Einsatz von AkkumulatorenWird Strom benötigt, wenn die Sonne gerade nicht scheint, kommen Batterien als Energiespeicher zum Einsatz. Wichtig ist dabei die richtige Abstimmung der Bauteile aufeinander. Ein Laderegler schätzt dabei die Batterie. Solche Systeme findet man in Booten, Camping-Fahrzeugen oder in Ferienhäusern. Überall, wo man 12 Volt Gleichstrom benötigt.
Ohne Komfortverzicht - solare Stromerzeugung mit 230 V - Wechselstrom
Um normalen Haushaltsgeräte und Stromverbraucher mit haushaltsüblichem 230 Volt Wechselstrom betreiben zu können, muss der in den Modulen entstehende Gleichstrom umgewandelt werden. Diese Aufgabe erfüllt der Wechselrichter.
Sicherheit und Effizienz durch ein solares Hybridsystem
Bei größeren Solarstromanlagen empfiehlt sich die Kopplung mit einem weiteren Stromerzeuger. Dies kann eine Windkraftanlage oder ein Dieselgenerator sein. Der Wechselrichter ist dabei die intelligente Schaltzentrale der Anlage. Er schaltet je nach Bedarf die Stromerzeuger zu, so dass jederzeit Strom aus den optimalen Quellen automatisch zur Verfügung steht. Und das ganz automatisch. Mit diesen Profi-Systemen können auch große Einheiten sicher zu allen Jahreszeiten mit sauberem Strom von/aus der Sonne versorgt werden.
Architektonische Integration
Die Verwendung regenerativer Energieformen sollte bei der Planung von Gebäuden heute selbstverständlich sein. Photovoltaik bietet eine Vielzahl faszinierender Möglichkeiten, die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom ästhetisch und technisch attraktiv in ein Gebäude zu integrieren.











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